Hufrehe bei Pferden erkennen
von Johannes
am 8. Dezember 2011
in Pferde
Was man braucht: bei Symptomen unbedingt einen Tierarzt
Anmerkungen: Unter Hufrehe wird eine aseptische Entzündung der Huflederhaut verstanden bei der sich die Hufkapsel von der Lederhaut ablöst.
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Man unterscheidet bei der Hufrehe mehrere Arten. Die Belastungsrehe zum Beispiel entsteht durch eine Überlastung des Hufes. Ausgelöst wird diese Art der Rehe durch zu langes laufen auf hartem Boden (Beton) sowie durch Überlastung eines Hufes bei Ruhigstellung des gegenüberliegenden Beines.
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Die am Häufigsten auftretende Hufrehe ist die Futterrehe. Diese entsteht hauptsächlich aufgrund falscher Fütterung. Zu viele Kohlenhydrate fördern eine Stoffwechselstörung. Getreide zum Beispiel (Struktur-loses Futtermittel) sorgt für eine explosionsartige Vermehrung von Streptokokken im Dickdarm und eine daraus resultierende Freisetzung von Unmengen an Milchsäure.
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Auch eine Variante der Rehe ist die Geburtsrehe. Diese wird ausgelöst durch verbleiben kleinster Teilchen der Nachgeburt in der Gebärmutter. Es kommt in diesem Fall zu einer bakteriellen Entzündung und zur Aufnahme von Endotoxinen in die Blutbahn.
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Die Vergiftungsrehe lößt ähnliche Darmvorgänge wie die Futterrehe aus, wird jedoch häufig durch Fungizide, Pestizide, Schimmelpilze oder Schlangenbisse ausgelöst. Auch Impfungen und Entwurmungen können eine Vergiftungsrehe auslösen wenn die Anzahl der Parasiten die abgestorben sind zu hoch sind.
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Beim
Pferd kann man eine Rehe feststellen, wenn der Huf kühler ist als normal. Meistens wird dieses Symptom jedoch nicht entdeckt.
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Liegt bereits eine Entzündung vor, kann man einen wärmeren Huf beobachten bei welchem der Kronrand leicht geschwollen ist. Ein klammer, verhaltener Gang (kurze, flache später steife Schritte) ist die Begleiterscheinung einer Entzündung.
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Man kann auch einen erhöhten Puls der Zehenarterien an der Hinterseite des Fesselkopfs feststellen. Beim Abtasten mit der Hufuntersuchungszange ist ein geringerer Schmerzpegel zu beobachten.
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Als Zeichen einer Allgemeinstörung kommt es in weiterer Folge zu einer Erhöhung der Atem- und Pulsfrequenz. Häufiges Liegen, Schmerzen und Angstzustände sowie Unruhe sind weitere Symptome.
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Bemerkt man eine Infektion muss umgehend ein Veterinär verständigt werden um eine Behandlung so schnell wie möglich beginnen zu können. Ein “übertauchen” der
Krankheit kann zu schweren Folgeschäden für das Pferd führen.
Tags: Einhufer, Hufrehe, Pferde, Sonstiges, Tiere
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